<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5525506171123037811</id><updated>2011-11-28T01:48:48.844+01:00</updated><category term='Rezension'/><category term='Gedichte'/><category term='Leseproben'/><title type='text'>Vreni Schenk</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://vrenischenk.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Vreni Schenk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08255062537565721569</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>5</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5525506171123037811.post-2874884528181315162</id><published>2009-06-06T23:08:00.001+02:00</published><updated>2009-06-06T23:24:44.777+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leseproben'/><title type='text'>Die leise Sehnsucht</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;strong&gt;Die leise Sehnsucht&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;Ein lauwarmer Sommertag im August neigt sich &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;langsam dem Ende zu. Die heran brechende Nacht &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;lädt zu einen romantischen Spatziergang ein. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Ich brauche nur an dich zu denken, und brauche &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;dich nur vor mir zu sehen um tief in mir zu wissen, &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;das ich dich aus der tiefe meines  Herzens Liebe. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Ich möchte neben dir auf einer schönen bunten &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Wiese liegen. Unter uns beiden eine flauschige Decke, &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;die uns vor der ins Gras kriechenden Feuchtigkeit &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;der heran nahenden Nacht schützt. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Wir liegen da und schauen gemeinsam in den &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Sternenhimmel über uns. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Die Nacht ist wie geschaffen für unsere Liebe. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Unsere Hände berühren sich ganz sacht. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Ich schließe langsam meine Augen und genieße &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;mit all meinen Sinnen deine zärtlichen Berührungen &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;auf meiner Haut. Langsam tasten sich deine &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Fingerkuppen an meinen Arm entlang hinauf und &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;krabbeln  weiter zu meiner Schulter, meinen Nacken &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;bis sie zärtlich meine Gesichtszüge erreicht haben &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;und nachzeichnen. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Ein leises seufzen kommt über meine Lippen. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Ich öffne langsam meine Augen und sehe deinen &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Blick mit einem Ausdruck von Liebe  auf deinen Gesicht &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;und in diesen Augenblick fallen Sternschnuppen vom &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Himmel herab. Du lächelst und liegst mir jetzt &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;zugewannt auf der Seite und hast deinen Oberarm auf &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;der Decke liegen. Spitzwinklig spreizt sich dein Unterarm &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;ab und in deiner Hand bettet sich dein Kopf mit schwarzen &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Haaren. Immer noch malen zärtlich deine Fingerkuppen &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Gebilde auf mein Antlitz. Kaum kommen sie meinen &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Lippen zu nahe, versuche ich sie auch schon liebevoll &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;einzufangen. Als es mir gelingt sie ein zufangen, kicherst &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;du und ich halte sie mit meiner Hand fest um jeden deiner &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Finger zu küssen. Eine leicht kühle Brise weht über unsere &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Haut die noch vom heißen Sommertag erhitzt ist. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Durch die Hitze trägst du nur ein Trägerloses Hemd und &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;eine Shorts und ich eine Seidenbluse und einen kurze Hose. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Der frische Luftzug durch dringt unsere sinnlichen Körper. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Unweigerlich verhärten sich meine Brustwarzen unter &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;meiner Seidenbluse. Es ist so schön. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Ich drehe mich zu dir um und lasse nun meine Finger &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;über deinen Bauch auf Wanderschaft gehen. Zärtlich &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;umkreise ich deine Brustwarzen und dein Körper &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;wird von einer Gänsehaut überzogen. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Und schon spüre ich deine Hand zärtlich auf meinen &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Stoff wie sie jede einzelne Kurve meines Körpers nimmt. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Mit unendlich viel Gefühl streichelst du meinen Körper. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Ich schaue dich an und könnte in deinen Augen tief versinken. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Meine Lippen sehnen sich nach deinen und ich stehle &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;mir einen Kuß von dir. Es ist so schön bei dir zu sein. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Ich spüre deine Wärme, deine Zärtlichkeit, deine Hand &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;die mich sanft berührt und mich so fest hält, wunderbare &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Gefühle sind in mir, deine Schenkel auf meinen Hüften. &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Ich höre und fühle deinen Atem über mir, der sich ganz &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;langsam meinem Gesicht nähert. Dein Hände umspielen &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;zärtlich meine Brüste und wecken ein unendliches Verlangen &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;in mir. Dich zu spüren und mein Verlangen nach deinen &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Lippen, die über meinen Körper wandern, Hingabe und &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Genuß, blindes Vertauen, dich zu begreifen und zu erkunden.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5525506171123037811-2874884528181315162?l=vrenischenk.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vrenischenk.blogspot.com/feeds/2874884528181315162/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/06/die-leise-sehnsucht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/2874884528181315162'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/2874884528181315162'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/06/die-leise-sehnsucht.html' title='Die leise Sehnsucht'/><author><name>Vreni Schenk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08255062537565721569</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5525506171123037811.post-3840248955935598020</id><published>2009-06-06T23:04:00.004+02:00</published><updated>2009-06-06T23:20:37.033+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leseproben'/><title type='text'>Das Außergewöhnliche Waldleben</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;strong&gt;Das Außergewöhnliche Waldleben&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;Am Stadtrand von nirgendwo, liegt ein riesiger, dunkler Wald.&lt;br /&gt;Dort leben Tiere aller Rassen und sie führen ein streitloses&lt;br /&gt;Leben. Es ist wie ein Wunder. Die Menschen, die mit dem&lt;br /&gt;täglichen Streits und Unfrieden ihren Tag beschreiten, ahnen&lt;br /&gt;nichts von den Dingen die im Wald vor sich gehen. Als die&lt;br /&gt;Sonne hinter dem Wald verschwand, trafen sich die Tiere&lt;br /&gt;auf einer Lichtung und erzählten sich ihre Schicksale.&lt;br /&gt;Ein Pelikan der vor Jahren aus einem Zoo ausgerissen war,&lt;br /&gt;erzählte von seiner Heimat. Die Biber sammelten Holz&lt;br /&gt;für ein Lagerfeuer. Als das Feuer brannte, setzten sich alle&lt;br /&gt;um das Feuer und der Pelikan erzählte seine Geschichte.&lt;br /&gt;Er sei als Vogelkind den Eltern geraubt worden und mußte&lt;br /&gt;viele Jahre allerlei Kunststücke machen, die ihm nicht&lt;br /&gt;sonderlich gefielen. Eines Tages gelang ihm die Flucht.&lt;br /&gt;Er würde was geben, könnte er wieder nach Hause.&lt;br /&gt;Ganz still und unbemerkt gesellte sich eine Elfe hin zu.&lt;br /&gt;„ Und wie können wir dir helfen? „&lt;br /&gt;Fragten die Waldtiere den Pelikan.&lt;br /&gt;„ Ja, ich brauche ein Boot  mit Segel.&lt;br /&gt;Das ist doch kein Problem!&lt;br /&gt;Morgen in aller frühe werden die Biber den schönsten und&lt;br /&gt;dicksten Baum fällen, den der Wald zu bieten hat. „Das&lt;br /&gt;wollt ihr wirklich für mich tun?“ Ja keine frage. Am nächsten&lt;br /&gt;Tag ganz früh machten sich alle Biber an die Arbeit.&lt;br /&gt;Ein Storch, der auf einem Horst wohnte, kam vom&lt;br /&gt;Waldrand herübergeflogen und sagte den Finken und&lt;br /&gt;Spechten Bescheid, um am Bau zu helfen. Die Spechte&lt;br /&gt;hämmerten mit den Schnäbeln eine große Mulde in den&lt;br /&gt;gefällten Baumstamm.&lt;br /&gt;Der schlaue Fuchs gab die Bauanleitung. Die Elfe hörte&lt;br /&gt;von dem Heimweh des Pelikans. Mit kleinen Tricks gelang&lt;br /&gt;es das Boot fertig zu bauen. Alle Tiere beteiligten sich am&lt;br /&gt;Bau. Die schlaue Elster schickte man los um ein Segeltuch&lt;br /&gt;zu suchen. Der Igel kam mit einem Paddel zum Boot.&lt;br /&gt;Nur die Stange, die als Maßt dienen sollte war&lt;br /&gt;nicht aufzufinden. Die Tiere fanden die Sachen am&lt;br /&gt;Waldrand, denn die Menschen warfen alles an den&lt;br /&gt;Waldrand, was sie nicht mehr brauchten.&lt;br /&gt;Einerseits waren die Tiere froh aber ärgerten sich&lt;br /&gt;über den Unrat. Schon oft ist es vorgekommen das die Tiere&lt;br /&gt;sich in den Unrat der Menschen verfingen und sich verletzten.&lt;br /&gt;Nach drei Wochen, war das Boot fertig,&lt;br /&gt;aber der Maßt war nicht aufzufinden.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag trafen sie sich alle auf der Lichtung&lt;br /&gt;ein und  waren der Verzweiflung nahe. Die Sonne verschwand&lt;br /&gt;langsam am Horizont. Der Pelikan fing an zu weinen,&lt;br /&gt;alle Arbeit war um sonst. Plötzlich, ein Geräusch,&lt;br /&gt;ein flattern näherte sich dem Lagerfeuer.&lt;br /&gt;Es war die all wissende Eule mit dem Uhu.&lt;br /&gt; „Guten Abend, was seit ihr denn alle so niedergeschlagen.&lt;br /&gt;Der Pelikan brachte vor Trauer keinen Ton raus.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5525506171123037811-3840248955935598020?l=vrenischenk.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vrenischenk.blogspot.com/feeds/3840248955935598020/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/06/das-auergewohnliche-waldleben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/3840248955935598020'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/3840248955935598020'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/06/das-auergewohnliche-waldleben.html' title='Das Außergewöhnliche Waldleben'/><author><name>Vreni Schenk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08255062537565721569</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5525506171123037811.post-2583599175926897884</id><published>2009-04-26T23:54:00.002+02:00</published><updated>2009-04-26T23:55:32.954+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gedichte'/><title type='text'>Die  Erinnerung</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;strong&gt;Die  Erinnerung&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;Erinnerung an eine verdammt harte&lt;br /&gt;kaputte Kindheit, weit, sehr weit weg,&lt;br /&gt;hinter dicken Nebeln, tief vergraben.&lt;br /&gt;Ganz langsam, fühle ich etwas näher&lt;br /&gt;kommen, fühle, Angst und Wut, Vertrautheit&lt;br /&gt;und Befremdung und Hoffnung zugleich,&lt;br /&gt;für einen sehr kleinen Moment-&lt;br /&gt;dich mein armes Kind&lt;br /&gt;Tief vergraben in der dunklen Tiefe meiner Seele&lt;br /&gt;Tief verschüttet unter den schweren Trümmern&lt;br /&gt;            des Mißbrauchs, aber du lebst !!!-&lt;br /&gt;langsam fange ich an zu Wissen, was&lt;br /&gt;dir alles  einst geschah...&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5525506171123037811-2583599175926897884?l=vrenischenk.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vrenischenk.blogspot.com/feeds/2583599175926897884/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/04/die-erinnerung.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/2583599175926897884'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/2583599175926897884'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/04/die-erinnerung.html' title='Die  Erinnerung'/><author><name>Vreni Schenk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08255062537565721569</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5525506171123037811.post-6278435044265289125</id><published>2009-04-26T23:08:00.010+02:00</published><updated>2009-04-26T23:53:11.112+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leseproben'/><title type='text'>Unzählige Tränen</title><content type='html'>&lt;p align="center"&gt;&lt;strong&gt;Vorwort&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;br /&gt;Namen und Orte sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit Personen sind rein &lt;a name="OLE_LINK1"&gt;zufällig&lt;/a&gt;. Die Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Schauplätze liegen in den neuen Bundesländern, wo es an der Tagesordnung war strafbare Handlungen einfach tot zu schweigen. Man hörte ganz selten etwas von Mißhandlung und Mißbrauch.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lissy ist Anfang dreißig und total unglücklich mit ihrem Leben.&lt;br /&gt;Sie ist schlank und ihr schulterlanges dunkelblondes Haar&lt;br /&gt;umrahmt ein blasses schmales Gesicht. Die blauen Augen&lt;br /&gt;haben den strahlenden Blick schon lange verloren. Lissy hat&lt;br /&gt;zwei Berufe erlernt, ist Mutter von zwei Kindern und verheiratet.&lt;br /&gt;Was will man mehr. Man sollte glauben, das Leben geht&lt;br /&gt;geordnete Wege. Es kam ganz anders. Ihre Vergangenheit ist&lt;br /&gt;überall zu spüren, auch wenn sie glaubt, sie hätte sie&lt;br /&gt;überwunden. Die Seele hat tiefe Verletzungen hinnehmen&lt;br /&gt;müssen. Der alte Spruch, die Zeit heilt alle Wunden gilt schon&lt;br /&gt;lange nicht mehr für Lissy. Denn es gibt Wunden, auf der Seele&lt;br /&gt;die nie mehr heilen wollen. Ein tiefer Schmerz. Dieses&lt;br /&gt;unendlich, melancholische Gefühl, die Gewißheit, etwas&lt;br /&gt;verloren zu haben, das kostbar und unwiederbringlich&lt;br /&gt;gewesen, war.&lt;br /&gt;Geboren wurde sie im Jahre 1964 von einfachen Bauern,&lt;br /&gt;Übersiedlern aus Neurode in Polen. Sie lebten im Osten von&lt;br /&gt;Deutschland, wo es an der Tagesordnung war, das sehr vieles&lt;br /&gt;unter den Teppich gekehrt wurde. Mißhandlung und Mißbrauch&lt;br /&gt;gab es in den neuen Bundesländern nicht, obwohl sie da&lt;br /&gt;waren, sie wurden einfach Tod geschwiegen. Die Realität war&lt;br /&gt;eine ganz andere. Lissy war das erste Kind. Kaum auf der Welt&lt;br /&gt;lernte sie, was es hieß geschlagen, gedemütigt und gefesselt&lt;br /&gt;zu werden. Warum? Weil sie ein Mädchen wurde, der Bruder,&lt;br /&gt;der aber zwei Jahre später zur Welt kam, dem erging es nicht&lt;br /&gt;anders, obwohl er ein Junge war. Was sollte man davon halten.&lt;br /&gt;Dies kann kein Grund sein? Aber es geschah. Eine Hölle, in der&lt;br /&gt;es hieß, zu überleben. Die Wohnung naß, kalt und die Wände&lt;br /&gt;schimmlich und immer die Angst vor Augen, geschlagen zu&lt;br /&gt;werden. Es war kaum zum Aushalten. Und doch den Schein&lt;br /&gt;waren nach außen, eine glückliche Familie zu sein. Lissys und&lt;br /&gt;Jeffs Eltern waren grausam, kalt, grob, gewalttätig und herzlos.&lt;br /&gt;Grete und Horst heirateten in einer Kleinstadt. Aus dieser&lt;br /&gt;Verbindung gingen keine Kinder hervor. Da Grete sich&lt;br /&gt;sehnlichst Kinder wünschte und Horst keine Kinder leiden&lt;br /&gt;konnte, wurde die Ehe nach drei Jahren geschieden. Aber nach&lt;br /&gt;einem Jahr heirateten beide erneut. Sie wußte genau, auf was&lt;br /&gt;sie sich da einließ. Horst trank und war immer stark&lt;br /&gt;verschmutzt. Grete dachte, sie könnte ihn ändern. Genau das&lt;br /&gt;waren die Punkte, die damals zur Scheidung führten.&lt;br /&gt;Zu dieser Verbindung kam es erneut, nach langen&lt;br /&gt;Diskussionen mit der Mutter von Horst. Seine Eltern wollten&lt;br /&gt;unbedingt, das sie wieder heiraten. Horst sollte unbedingt in&lt;br /&gt;festen Händen sein. Denn seine Mutter wußte längst, das Horst&lt;br /&gt;seine Trinkerei und die Unsauberkeit nie alleine in den Griff&lt;br /&gt;bekommen würde. Sie heirateten ein zweites Mal. Und wie&lt;br /&gt;konnte es anders sein, nach zehn Jahren wurde diese Ehe&lt;br /&gt;erneut geschieden. In dieser Zeit wurden Lissy und Jeff&lt;br /&gt;geboren. Die Beiden ahnten nichts von ihrem Unglück. Sie&lt;br /&gt;waren einfach nicht willkommen. Und das bekamen sie jeden&lt;br /&gt;Tag aufs neue zuspüren. Grete ging nach kurzer Zeit fremd und&lt;br /&gt;Lissy entstand. Es folgten lange Streitigkeiten.Man dachte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;erneut über eine Scheidung nach, aber verwarf den Gedanken&lt;br /&gt;gleich wieder und zog die Scheidungsklage wieder zurück. Der&lt;br /&gt;Grund, man einigte sich. Grete und Horst sprachen sich aus.&lt;br /&gt;Sie nannte Horst den Namen des eigentlichen Vaters von Lissy.&lt;br /&gt;Er bestand darauf. Horst schrieb einen Brief an den&lt;br /&gt;Kindsvater, daß er Lissy als sein eigenes Kind ansieht und er&lt;br /&gt;keinerlei Rechte mehr hätte. Es war ein gewisser Herr Fröhlich,&lt;br /&gt;und Horst fragte nicht mehr weiter nach. Anfangs lief alles gut.&lt;br /&gt;Horst hatte ihr den Seitensprung verziehen, oder nicht? Zwei&lt;br /&gt;Jahre später wurde Jeff geboren und die Dinge nahmen ihren&lt;br /&gt;Lauf. Eine Kinderwelt zerbrach in tausend Einzelteile. Der&lt;br /&gt;Vater versprach sich nach und nach dem Alkohol. Er kam&lt;br /&gt;selten nach Hause oder mehrere Tage gar nicht. Und wenn er&lt;br /&gt;kam brach die Hölle los. Die Auseinandersetzungen zwischen&lt;br /&gt;den Eltern waren grausam so das Lissy und Jeff immer wieder&lt;br /&gt;zwischen die verhärteten Fronten gerieten. Immer, wenn Horst&lt;br /&gt;betrunken nach Hause kam, lies Grete ihren Frust an den&lt;br /&gt;Kindern ab. Von Mal zu Mal wurde es schlimmer. Lissy lernte&lt;br /&gt;bei Zeiten auf ihren Bruder auf zupassen. Sie war die ältere&lt;br /&gt;und mußte mit ran, egal ob sie verstand was, da eigentlich vor&lt;br /&gt;sich ging. Die Angst wird von nun an ihr ständiger Begleiter&lt;br /&gt;sein. Als sie drei und zwei Jahre alt waren, wurden sie fast&lt;br /&gt;täglich geschlagen und für Stunden allein, gefesselt in ihren&lt;br /&gt;Betten zurück gelassen. Die Mutter verlies für Stunden die&lt;br /&gt;Wohnung. Oft hatten die Kinder Angst die Mutter kommt nicht&lt;br /&gt;zurück. Wenn sie endlich kam war sie am herum schreien. Die&lt;br /&gt;Kinder wurden nie bei ihren Namen gerufen. Sie hörten nie&lt;br /&gt;liebe Worte sondern Kraftausdrücke. Horst störte das nicht im&lt;br /&gt;geringsten, er trank weiter. Wenn Lissy und Jeff gerufen&lt;br /&gt;wurden, rief man sie Mistschweine, her kommen. Es gab auch&lt;br /&gt;andere Worte der unschönen Art. Essen gab es selten, da der&lt;br /&gt;Vater das Geld regelmäßig vertrank. Die Mutter ließ den Ärger&lt;br /&gt;und ihre Wut immer mehr an den Kindern aus. Die&lt;br /&gt;Wutausbrüche nahmen mehr und mehr zu. Horst kam nur noch&lt;br /&gt;betrunken nach Hause. Wenn sie das Glück hatten, spazieren&lt;br /&gt;zu gehen und einzukaufen, mußte Lissy immer Wache halten,&lt;br /&gt;denn wenn Horst davon Wind bekam, stürmte er den Laden&lt;br /&gt;und machte regelmäßig einen Aufstand. Er nahm der Mutter&lt;br /&gt;mitten im Laden die Brieftasche weg. Lissy bekam, weil sie&lt;br /&gt;nicht warnte, eine Ohrfeige. Sie konnte nicht warnen, da sie&lt;br /&gt;starr vor Schreck war, als der Vater aus heiterem Himmel im&lt;br /&gt;Laden stand. Sie hatte ihn einfach nicht kommen sehen. Sie&lt;br /&gt;stritten lautstark. So das die Leute immer mit bösen Blicken zu&lt;br /&gt;ihnen hinüber schauten. Einige verließen auf dem schnellsten&lt;br /&gt;Weg den Laden. Andere schimpften und schüttelten den Kopf,&lt;br /&gt;aber griffen nie ein. Einkaufen war nur heimlich möglich, wenn&lt;br /&gt;der Vater seinen Rausch ausschlief. Die Kleine zitterte jedes&lt;br /&gt;Mal, wenn sie einkaufen gehen mußten. Horst stellte&lt;br /&gt;regelmäßig die Wohnung auf den Kopf und schlug alles und&lt;br /&gt;jeden der ihm im Weg stand. Lissy zitterten regelmäßig die&lt;br /&gt;Beine vor Angst, wenn der Vater wieder auf der Jagd nach Geld&lt;br /&gt;war. Er war immer sehr jähzornig und unberechenbar, wenn er&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;trank. Fand er kein Geld, gab es Prügel. Wenn er nicht sehr&lt;br /&gt;betrunken war, ging die ganze Familie an den Wochenenden&lt;br /&gt;spazieren. Brav und lieb spielten sie nach außen hin die schöne&lt;br /&gt;heile Familie, in der die Kinder einmal lachen konnten. Das war&lt;br /&gt;aber immer nur von kurzer Dauer. Man ging sehr selten weg.&lt;br /&gt;An anderen Tagen währen die Mißhandlungen aufgefallen, den&lt;br /&gt;man den Kindern antat. Keiner ahnte, was wirklich hinter der&lt;br /&gt;Fassade vor sich ging. Grete war aggressiv und sehr brutal&lt;br /&gt;geworden. Horst ein ständig betrunkener Vater, der seine&lt;br /&gt;Familie tyrannisierte. Er wurde oft volltrunken mit der&lt;br /&gt;Schubkarre vor Gretes Wohnungstür abgekippt. Auf Arbeit&lt;br /&gt;trank er nicht. Es gab nie Klagen von dort. Aber nach der Arbeit&lt;br /&gt;betrank er sich maßlos. Die Mitbewohner im Haus&lt;br /&gt;beschwerten sich regelmäßig über das Geschrei der Kinder. In&lt;br /&gt;schöner Regelmäßigkeit erbrach er sich und brüllte herum, man&lt;br /&gt;sollte es ihm sofort aufwischen. Nach dieser Aktion trank er oft&lt;br /&gt;zu Hause weiter und man viel ständig über seine leeren&lt;br /&gt;Flaschen. Diese dienten den Kindern als Spielzeug, wenn er&lt;br /&gt;nicht da war. Wurden sie von der Mutter beim Spielen mit den&lt;br /&gt;Flaschen erwischt, bekamen sie Prügel mit dem Besen. Viel&lt;br /&gt;hatten sie ohne hin nicht. Für Spielzeug war kein Geld da. Lissy&lt;br /&gt;hatte eine Puppe und Jeff zwei Autos und die kamen vom&lt;br /&gt;Sperrmüll. Das hielt sie den Kindern vor, wenn sie nach was&lt;br /&gt;Neuem fragten. Wenn er mal alleine nach Hause fand, war die&lt;br /&gt;Katastrophe da. Die Kinder versteckten sich so schnell wie&lt;br /&gt;möglich unter ihren Betten, als er die Mutter schlug,&lt;br /&gt;beschimpfte und die Möbel aus dem Fenster warf. War er damit&lt;br /&gt;fertig zog er seine Kinder, eins nach dem anderen an den&lt;br /&gt;Haaren unter dem Bett hervor und schlug sie grundlos&lt;br /&gt;windelweich. Die Kinder lagen danach stundenlang und&lt;br /&gt;regungslos zusammengekauert in der Ecke und konnten sich&lt;br /&gt;kaum bewegen. Oft wußten sie nicht einmal warum sie gerade&lt;br /&gt;verprügelt wurden. Weinen konnten sie und durften sie nicht. Er&lt;br /&gt;hätte sie sonst weiter geprügelt, bis sie Ruhe gaben. Danach&lt;br /&gt;legte er sich in sein Bett als sei nichts geschehen. Am anderen&lt;br /&gt;Tag wußte er nichts mehr. Als Lissy sieben Jahre alt war, flog&lt;br /&gt;das Elend endlich auf. Die Familie wurde von fremden Leuten&lt;br /&gt;längere Zeit beobachtet. Man hatte die Familie angezeigt.&lt;br /&gt;Unerwartet stand das Jugendamt vor der Tür, und es hieß das&lt;br /&gt;sich Leute beschwert hätten. Man hörte die Kinder Tag und&lt;br /&gt;Nacht schreien. Als die Behörde die Wohnung am Nachmittag&lt;br /&gt;betrat, kam das ganze Ausmaß ans Tageslicht. Grete riß Lissy&lt;br /&gt;vom Topf, auf dem sie Stunden verbracht hatte. Der&lt;br /&gt;Topfabdruck war deutlich auf ihrem Hintern zu sehen. Die&lt;br /&gt;Wohnung war verdreckt und ein übler Geruch nach Schimmel&lt;br /&gt;und anderen Unrat lag in der Luft. Lissy und Jeff fingen&lt;br /&gt;fürchterlich an, zu schreien. Sie wußten nicht, was gerade vor&lt;br /&gt;sich geht. Ein kleiner Kampf entbrannte. Die Dame vom Amt&lt;br /&gt;und Grete zogen an den Kindern herum. Ihnen taten durch das&lt;br /&gt;Gezerre die Arme weh. Da Grete die Kinder nicht kampflos&lt;br /&gt;übergab, mußte die Polizei zur Hilfe geholt werden. Die&lt;br /&gt;Polizisten traten nach mehrmaligen klingeln, klopfen und rufen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die Tür ein. Lissy und Jeff hielten sich gegenseitig bei den&lt;br /&gt;Händen und drängten sich vor lauter Angst in eine Ecke des&lt;br /&gt;Raumes. Die Kinder wurden im August 1970 schreiend aus der&lt;br /&gt;Wohnung entfernt. Sie verstanden nicht, was da gerade vor&lt;br /&gt;sich ging. Es bestätigte sich der dringende Verdacht auf&lt;br /&gt;schwere Mißhandlung und Verwahrlosung. Die Kinder kamen in&lt;br /&gt;ein Krankenhaus und wurden gründlich untersucht. Dabei&lt;br /&gt;stellte man fest, daß sie verschmutzt und voller schlecht&lt;br /&gt;verheilter Wunden waren. Ihre halb verhungerten Körper&lt;br /&gt;wiesen zahlreiche Blutergüsse, Narben und bei Jeff eine&lt;br /&gt;Nasenfraktur auf. Noch am selben Tag wurde eine vorläufige&lt;br /&gt;Verfügung erwirkt, damit sie ins Heim kamen. Nach dem beide&lt;br /&gt;Kinder sich wieder etwas erholt hatten kamen sie in ein&lt;br /&gt;Kinderheim. Grete legte ein all umfassendes Geständnis ab.&lt;br /&gt;Es blieb ihr nichts anderes über, denn die Nachbarn im Haus&lt;br /&gt;hatten die Familie angezeigt. Sie schilderte die Taten als sei&lt;br /&gt;dies ganz normal, kein Funken der Reue war auch nur&lt;br /&gt;ansatzweise zu erkennen. Nach nur zwei Monaten waren die&lt;br /&gt;polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen. Es wurde eine&lt;br /&gt;Gerichtsverhandlung einberufen unter Ausschluß der&lt;br /&gt;Öffentlichkeit. Die Anklageschrift lautete: Seit die Kinder zwei&lt;br /&gt;und drei Jahre alt waren, hatte die Mutter sie täglich in der Art&lt;br /&gt;und weise mißhandelt, das sie die Kinder schlug und zwar mit&lt;br /&gt;dem Teppichklopfer, Pantoffel, der flachen Hand oder mit dem&lt;br /&gt;Lederriemen. Mit unter schlug sie mit dem Besenstiel auf dem&lt;br /&gt;Tisch, der in einem Falle sogar zerbrach, um den Kindern Angst&lt;br /&gt;ein zuflößen. In einem weiteren Wutanfall schlug die Mutter&lt;br /&gt;Lissy mit einem glühenden Feuerhaken ins Gesicht, und Jeff&lt;br /&gt;brach sie das Nasenbein. Weiter hieß es, wenn die Mutter die&lt;br /&gt;Wohnung verließ, band sie die beiden Kinder entweder im Bett&lt;br /&gt;oder an das Tischbein auf dem Topf fest. Meist lagen sie&lt;br /&gt;vierzehn Stunden im Bett und durften und konnten sich nicht&lt;br /&gt;bewegen. Lissy wurde an den Handgelenken und Fußgelenken&lt;br /&gt;mit einem Seil fest gebunden, und Jeff bekam ein sogenanntes&lt;br /&gt;Laufgeschirr für Kleinkinder umgebunden. Durch die täglichen&lt;br /&gt;Schläge haben beide Kinder Striemen, Blutergüsse und&lt;br /&gt;Brandwunden am ganzen Körper davon getragen. Dadurch,&lt;br /&gt;daß die Wunden schlecht versorgt wurden, sind sie bei dem&lt;br /&gt;Kind Lissy besonders stark ausgeprägt. Ferner verletzten sie&lt;br /&gt;die Impflicht, in dem sie mit den Kindern nicht zu den&lt;br /&gt;erforderlichen Impfterminen erschienen. Beide Kinder sind&lt;br /&gt;sprachgestört, unterernährt und in ihrer Entwicklung um ein&lt;br /&gt;Jahr zurück geblieben. Soviel zur Anklageschrift. Das Urteil ein&lt;br /&gt;Witz, lautete für Grete ein Jahr Gefängnis und für Horst zwei&lt;br /&gt;Jahre auf Bewährung. Die beiden wurden geschieden, mit der&lt;br /&gt;Auflage nie mehr zu heiraten, auch keine anderen Partner.&lt;br /&gt;Horst bekam die Bewährung nur, weil er sich angeblich nicht an&lt;br /&gt;den Mißhandlungen beteiligte. Wie auch, er war ja immer nur&lt;br /&gt;betrunken. Er wußte alles aber unternahm nichts. Aber in&lt;br /&gt;Wirklichkeit war er ebenso beteiligt. Das Gericht sah das aber anders.&lt;br /&gt;Man rechnete ihm den Alkohol an. Somit war er zur Tatzeit nicht&lt;br /&gt;zurechnungsfähig. So einfach machte man sich das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sauf und dir wird verziehen. Bei nicht Einhaltung der&lt;br /&gt;Bewährung drohten ihm zehn Monate Haft. Grete wurde gleich&lt;br /&gt;vom Gerichtssaal aus ins Gefängnis gebracht. Damit wurde&lt;br /&gt;der Leidensweg unterbrochen. Das Urteil schreit zum Himmel.&lt;br /&gt;Ist denn ein Menschenleben so wenig wert. Nach der&lt;br /&gt;Verhandlung, mußten Lissy und Jeff in ein staatliches&lt;br /&gt;Kinderheim. Das Mädchen lag noch einige Zeit im&lt;br /&gt;Krankenhaus, die Verletzungen waren nicht ganz verheilt. Sie&lt;br /&gt;waren in zwei Heimen. An das erste Kinderheim hat Lissy nur&lt;br /&gt;verschwommene Erinnerungen. Das zweite Kinderheim lag&lt;br /&gt;etwas abseits von einem Dorf. Es war ein altes graues Rittergut&lt;br /&gt;mit Schloß und einem Park. Umringt von Bäumen und&lt;br /&gt;überwucherten Wiesen mit angrenzendem Moor, das Lissy um&lt;br /&gt;ein Haar fast verschluckte. Das große Gebäude konnte einen in&lt;br /&gt;Angst versetzen. Alles in allem nicht sehr kinderfreundlich&lt;br /&gt;ohne Liebe aber jede Menge Strenge. Die hohen Räume waren&lt;br /&gt;in Grautöne gehalten, es gab mehrere Schlafräume, ein&lt;br /&gt;großes Spielzimmer und einen Besucherraum der immer unter&lt;br /&gt;Verschluß gehalten wurde. Eben ein Heim, wo nur das Nötigste&lt;br /&gt;vorhanden war. Die Anwohner waren nicht gerade begeistert.&lt;br /&gt;Immer, wenn die Kinder, in ihrer Einheitskleidung im Dorf in&lt;br /&gt;Zweierreihen spazieren gingen, wurde getuschelt und man&lt;br /&gt;erzählte sich, was daher kommt, lügt und stielt. Was da&lt;br /&gt;herkommt, ist schon ganz unten und wird nie in die Gesellschaft&lt;br /&gt;passen. So kann man das auch sehen. Schublade auf und&lt;br /&gt;alles, was anders ist, rein und gut. Getreu dem Motto, was&lt;br /&gt;anders ist, damit wollen wir nichts zu tun haben. Es wird nur&lt;br /&gt;selten gefragt warum sind diese Kinder an so einem Ort. Die&lt;br /&gt;beiden Kinder lebten nun einige Wochen in diesem Heim. Man&lt;br /&gt;sollte annehmen es ginge ihnen dort besser. Auch hier waren&lt;br /&gt;Prügel an der Tagesordnung. Morgens nach dem Aufstehen&lt;br /&gt;wurden die Betten kontrolliert. Lissy und Jeff waren Bettnässer,&lt;br /&gt;und so kam es vor, das die Beiden sich regelmäßig in die Mitte&lt;br /&gt;des Raumes stellen durften. Alle Kinder lachten sie aus, und&lt;br /&gt;zeigten mit den Fingern auf sie. Beim Essen mußten sie schnell&lt;br /&gt;sein oder man geht hungrig vom Tisch. Sie war meistens&lt;br /&gt;Letzter und da sie nicht so schnell essen konnte, wurde ihr das&lt;br /&gt;Essen regelmäßig von den anderen Kindern weggenommen.&lt;br /&gt;Wehrte sie sich, flog sie vom Tisch. Niemand kümmerte was&lt;br /&gt;die Kinder untereinander machten. Spielsachen hatten sie nie&lt;br /&gt;allein, sie mußten oft darum kämpfen. Wenn Lissy sich wehrte,&lt;br /&gt;wurde sie verprügelt. Langsam gab sie jede Reaktion auf und&lt;br /&gt;versteckte sich in einer Ecke des Zimmers, um von niemandem&lt;br /&gt;mehr gesehen zu werden. Lissy fing an sich selber auf zu&lt;br /&gt;geben. Am Nachmittag, wenn, schönes Wetter war, ging es auf&lt;br /&gt;den Hof zum Spielen. Lissy fügte sich nur mit Widerwillen. Sie&lt;br /&gt;rannte mit den anderen über den Hof und viel dabei in eine&lt;br /&gt;Jauchengrube, wo die Abdeckung kaputt war. Lissy konnte sich&lt;br /&gt;gerade noch an eine Eisenstufe fest halten. Zum Glück hing sie&lt;br /&gt;da nicht lange und wurde von einer Besucherin des Heimes&lt;br /&gt;gefunden. Die Erzieher hatten es nicht einmal bemerkt. Da das&lt;br /&gt;Heim nicht richtig umzäunt war, geschah es ein zweites Mal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;das Lissy in ein Moor geraten war. Jeff lief so schnell er konnte&lt;br /&gt;zu einer Erzieherin, die fühlte sich gestört, und beauftragte ein&lt;br /&gt;paar ältere Mädchen, sie aus dem Moor zu ziehen. Das taten&lt;br /&gt;sie auch, mit Widerwillen und Lissy mußte dafür büßen. So&lt;br /&gt;wurde sie Grün und Blau geschlagen. Tag ein Tag aus gab es&lt;br /&gt;wie zu Hause Prügel. Eines Tages kam eine Frau zu Besuch&lt;br /&gt;ins Heim. Sie beobachtete die Kinder beim Spielen. Niemand&lt;br /&gt;bemerkte was von ihrem Besuchen. Ihr Augenmerk viel auf die&lt;br /&gt;kleine Lissy die alleine und traurig in einer Ecke stand. Die&lt;br /&gt;Erzieher kamen und zogen ihr neue Sachen an. Mach ein&lt;br /&gt;freundliches Gesicht du sollst ein neues zu Hause bekommen.&lt;br /&gt;Und so kam es das Lissy ins Besucherzimmer gebracht wurde.&lt;br /&gt;Nun wußte sie warum die Tür nur selten geöffnet wurde. Die&lt;br /&gt;Frau fand gefallen an dem kleinen zierlichen Mädchen. Lissy&lt;br /&gt;erkannte sie, es war die Frau, die ihr aus der Grube geholfen&lt;br /&gt;hatte ohne mit ihr zu schimpfen oder sie zu schlagen. Sie&lt;br /&gt;unterhielten sich, sie antwortete kaum und ließ sich auch nicht&lt;br /&gt;in den Arm nehmen. Lissy hatte immer noch große Angst.&lt;br /&gt;Einen Monat später wurde sie eingeschult. Zu diesen Anlaß war&lt;br /&gt;auch die Frau gekommen, und brachte ihr zu diesem Anlaß&lt;br /&gt;eine Zuckertüte mit. Aus der Tüte schaute ein Teddybär&lt;br /&gt;heraus, der wurde Lissys bester Freund. Lissy versteckte ihre&lt;br /&gt;Süßigkeiten unter dem Kopfkissen. Sie dachte, endlich mal was&lt;br /&gt;allein haben zu dürfen. Doch das half nichts, wenn sie ihr&lt;br /&gt;Versteck beschützen wollte, gab es Prügel von den anderen&lt;br /&gt;Kindern. Aber das beeindrucke Lissy nicht sonderlich. Sie hatte&lt;br /&gt;sich an das Prügeln gewöhnt. Denn Schokolade und Bonbons&lt;br /&gt;kannte sie nicht. Dies Dinge kamen für sie aus einer anderen&lt;br /&gt;Welt. Sie war mit dem Teddybären voll zu Frieden. Dieser&lt;br /&gt;Teddy wird Lissy lange begleiten, sie gab ihn nie her. Sie hütete&lt;br /&gt;ihn wie einen wertvollen Schatz. Dieser Teddy wird später&lt;br /&gt;Lissys Geheimnisträger. Nach den Sommerferien im Jahre&lt;br /&gt;1972 wurde Lissy aus dem Heim geholt. Schwer krank und am&lt;br /&gt;Ende ihrer Kraft und dem Tode nah, verließ sie das Heim. So&lt;br /&gt;begann die Trennungszeit von Jeff. Lissy wurde zuerst zu einer&lt;br /&gt;Pflegefamilie gebracht. Die fremde Familie nahm die Kleine gut&lt;br /&gt;auf. Da Lissy sehr schwach war mußte sie erst eine Weile&lt;br /&gt;gepflegt werden. Sie hatte hohes Fieber. Man glaubte erst die&lt;br /&gt;Kleine wird das nicht überstehen, da sie den Lebenswillen&lt;br /&gt;aufgegeben hatte. Rosa legte ihr den Teddy in den Arm und&lt;br /&gt;hoffte. Es wollte keine Besserung eintreten. Das Fieber wollte&lt;br /&gt;einfach nicht sinken. Lissy hatte Angst, dachte sie fällt aus dem&lt;br /&gt;Bett, weil sich alles um sie herum drehte. Sie phantasierte und&lt;br /&gt;sprach im Fieber. Rosa saß mehrere Tage am Bett von Lissy,&lt;br /&gt;hoffte auf Besserung und redete immer beruhigend auf sie ein.&lt;br /&gt;Sie soll nicht aufgeben, es wird schon werden. In der&lt;br /&gt;Pflegefamilie lebten Zwillinge, zwei Jungen. Rosa, die Lissy&lt;br /&gt;adoptieren will, besuchte das kleine Mädchen regelmäßig.&lt;br /&gt;Langsam besserte sich der Gesundheitszustand der Kleinen.&lt;br /&gt;Doch sah sie immer noch sehr dünn aus, und war sehr anfällig&lt;br /&gt;für Krankheiten. Zum ersten Mal konnte Lissy sich in aller Ruhe&lt;br /&gt;satt essen, ohne darum kämpfen zu müssen. Sie schaute aber&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;immer wieder umher, ob da auch wirklich keiner ist der ihr was&lt;br /&gt;wegnehmen will. Diese Stille war ihr unheimlich. Ein Paar&lt;br /&gt;Wochen später wurde sie von Rosa nach Hause geholt. Rosa&lt;br /&gt;war eine große Frau, Anfang vierzig. Sie trug hellblondes&lt;br /&gt;gefärbtes Haar und eine Brille. Ihr Blick strahlte wärme,&lt;br /&gt;Herzensgüte und Strenge aus. Es war ein altes gelbes&lt;br /&gt;Mehrfamilienhaus in einer Kleinstadt. Als Lissy da ankam,&lt;br /&gt;wurde sie von einer älteren Frau begrüßt, das war die Mutter&lt;br /&gt;von Rosa. Von nun an hatte Lissy eine Mutter und eine&lt;br /&gt;Großmutter, die sie auch so nennen durfte. Stiefmutter nahm&lt;br /&gt;Lissy nie in den Mund warum sollte sie auch, denn sie war wie&lt;br /&gt;eine richtige Mutter. Sie behandelte Lissy wie ihr eigenes Kind.&lt;br /&gt;Nun begann die Trennungszeit von Jeff. Er mußte bis zum&lt;br /&gt;achtzehnten Lebensjahr im Heim bleiben. Rosa ging arbeiten&lt;br /&gt;und Marie die Großmutter stellte sich in ihrem hohen Alter nach&lt;br /&gt;Obst für Lissy an, denn das war immer schwer zu bekommen&lt;br /&gt;und schnell ausverkauft. Nach den Sommerferien ging Lissy&lt;br /&gt;wieder in die Schule. Nach ein paar Monaten mußte Lissy&lt;br /&gt;wieder aus der Schule genommen werden. Rosa wunderte sich&lt;br /&gt;schon lange das sie nicht auf jede Ansprache reagierte. Lissy&lt;br /&gt;versuchte, sich mit Hilfe einer Zeitung und Buchstaben zeigen&lt;br /&gt;zu verständigen. Sie hatte fast alle Buchstaben in der Schule&lt;br /&gt;gelernt. Und das war ihr Glück. Rosa war sprachlos. Denn mit&lt;br /&gt;dieser Art Verständigung hatte Rosa nicht gerechnet. Also&lt;br /&gt;gingen sie zu einem Arzt. Dort stellte man fest, das Lissy seit&lt;br /&gt;ihrer Geburt gehörlos war. Die Mutter dachte das Lissy bockig&lt;br /&gt;und stur sei, dem war nicht so. Eine Woche später mußte Lissy&lt;br /&gt;ins Krankenhaus. Die Mandeln wurden herausgenommen. Die&lt;br /&gt;waren zu groß gewachsen und haben die Gehörgänge&lt;br /&gt;blockiert. Rosa kam jeden Tag. Einmal wäre sie fast aus dem&lt;br /&gt;Krankenhaus weggelaufen. Denn sie hatte echt die Nase voll&lt;br /&gt;davon. Der letzte Krankenhausbesuch dauerte fast ein halbes&lt;br /&gt;Jahr. Als Lissy das erste Mal wieder zu hören begann, ist sie&lt;br /&gt;fast wahnsinnig geworden. Die Vielzahl an Geräuschen waren&lt;br /&gt;für Lissy viel zu laut, sie hielt sich dauern die Ohren zu. Sie&lt;br /&gt;konnte nicht fassen das eine Welt, soviel Lärm aber auch&lt;br /&gt;schöne Geräusche zu gleich haben konnte. Rosa tröstete Lissy,&lt;br /&gt;und der Rest der Woche verging wie im Flug. Als Lissy wieder&lt;br /&gt;zu Hause war, zog die Familie um. Da die Wohnung zu klein&lt;br /&gt;war, und Marie die Kohlen nicht mehr die Treppe hoch tragen&lt;br /&gt;konnte, bekam die Familie eine Neubauwohnung. Eine&lt;br /&gt;Neubauwohnung war damals was ganz Besonderes, erzählte&lt;br /&gt;Rosa ganz neben bei. Ja man mußte schon was darstellen.&lt;br /&gt;Man mußte in der Partei oder eine andere Position inne haben.&lt;br /&gt;Rosa bekam die Wohnung, weil sie beim Jugendamt arbeitete&lt;br /&gt;und in der Partei war. In die Partei mußte Rosa gehen, denn&lt;br /&gt;sonst hätte sie den Waisenkindern nicht helfen können. Wollte&lt;br /&gt;man was im Osten von Deutschland was bewegen war man&lt;br /&gt;gezwungen Wege zu gehen die man nicht gehen wollte. Marie&lt;br /&gt;bekam Lissys Kinderzimmer. Ihr war das egal, denn es war&lt;br /&gt;genug Platz da. Hauptsache sie muß nicht zurück ins Heim.&lt;br /&gt;Lissy ging weiter zur Schule, die Schulzeit war auch kein&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;angenehmes Unterfangen und trotzdem ging sie gerne. Sie&lt;br /&gt;wurde dort regelmäßig und grundlos geschlagen. Jeden Tag&lt;br /&gt;waren die Sachen weg oder von Mitschülern in den Teich der&lt;br /&gt;an der Schule war hineingeworfen worden. Rosa war fast&lt;br /&gt;täglich damit beschäftigt neue Kleidung und mindestens einmal&lt;br /&gt;im Monat einen neuen Ranzen zu kaufen und Schulbücher zu&lt;br /&gt;beschaffen. Marie schimpfte Lissy aus, denn sie hatte sie&lt;br /&gt;heimlich eine lange Zeit beobachtet, um zu sehen was, da los&lt;br /&gt;ist. Die alte Frau hatte nichts zu tun und war Tags über allein zu&lt;br /&gt;Haus. Rosa war arbeiten und konnte daher sich nur wenig um&lt;br /&gt;Lissys Probleme kümmern. Die Großmutter schaute sich das&lt;br /&gt;Treiben auf dem Schulhof und auf dem Heimweg an. Was sie&lt;br /&gt;da sah und hörte, war wirklich nicht schön. Denn in der Schule&lt;br /&gt;hatte sich herumgesprochen, das Lissy einen anderen&lt;br /&gt;Familiennamen hatte als der Rest der Familie. Es machte&lt;br /&gt;schnell die Runde, das Lissy aus dem Heim kam. Ein Lehrer&lt;br /&gt;hatte eine Bemerkung fallen gelassen. Kinder können&lt;br /&gt;untereinander sehr gehässig und grausam sein. Lissy wurde&lt;br /&gt;von allen Schülern gehaßt, stand allein in einer Ecke des&lt;br /&gt;Schulhofes, als sie aus heiterem Himmel von einem Jungen&lt;br /&gt;getreten und geschlagen wurde. Den Lehrern ging das nichts&lt;br /&gt;an, sie sahen weg. Es dauerte nicht lange und es wurden&lt;br /&gt;immer mehr die auf Lissy einschlugen. Die Großmutter holte&lt;br /&gt;Lissy von der Schule und sagte: „Lissy, du mußt dich endlich&lt;br /&gt;mal wehren. Es kann doch nicht sein, das deine Schulsachen&lt;br /&gt;laufend weg und die Anziehsachen kaputt sind. Aber nur&lt;br /&gt;wehren, wenn du nicht selber angefangen hast. Das nennt man&lt;br /&gt;Notwehr." Aber Lissy lies sich alles gefallen, bis auf ein einziges&lt;br /&gt;Mal. Ein Junge verfolgte sie den ganzen Weg von der Schule&lt;br /&gt;bis nach Hause. Er schlug und rief dauernd: Na wann gehst du&lt;br /&gt;mit deiner Hexe wieder spazieren, du blödes Heimkind. Ätsch&lt;br /&gt;du hast keine Eltern. Wo bleibt denn dein Krüppel, der dir&lt;br /&gt;immer hilft.“ Lissy lief Spießruten. Die Worte taten so weh. Da&lt;br /&gt;packte sie die kalte Wut und nahm den Jungen am Hals und&lt;br /&gt;schlug ihn mit dem Kopf gegen eine Steinmauer und sprach,&lt;br /&gt;„sag so was nie wieder über meine Mutter.“ Dann ließ er von&lt;br /&gt;ihr endlich ab. Sie ging nach Hause und erzählte was sich&lt;br /&gt;zugetragen hatte der Großmutter. Kurz darauf stand die Mutter&lt;br /&gt;des Jungen vor der Tür und beschwerte sich, das Lissy ihn mit&lt;br /&gt;dem Kopf gegen die Mauer geknallt hatte. Lissys Großmutter&lt;br /&gt;erzählte der Frau, was sie gesehen und später gehört hatte. „Ihr&lt;br /&gt;Sohn hat Lissy beleidigt und ebenfalls meine Tochter als&lt;br /&gt;Krüppel beschimpft. Bringen sie erst mal ihren Sohn Benehmen&lt;br /&gt;und Respekt bei, dann sprechen wir uns wieder auf&lt;br /&gt;Wiedersehen.“ Damit war das Gespräch beendet und die Tür&lt;br /&gt;fiel ins Schloß. Als am Abend Rosa von der Arbeit nach Hause&lt;br /&gt;kam, erzählte Marie, was sich am Tag zugetragen hatte. Die&lt;br /&gt;Großmutter holte Lissy oft von der Schule ab. Man machte nicht&lt;br /&gt;mal vor der alten Dame halt. Marie wurde mehrmals von den&lt;br /&gt;Schülern bedroht. Aber Marie lies sich das nicht lange bieten&lt;br /&gt;und nahm ihren Gehstock und setzte sich zur Wehr. Lissy&lt;br /&gt;konnte es nicht glauben was sie da sah. Sie sagte zu Lissy&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;hast du das gesehen die wagen es kein zweites Mal. Von nun&lt;br /&gt;an lies man Marie und Lissy wenn man sie zusammen sah in&lt;br /&gt;Ruhe. Eine Woche später war in der Schule Elternabend.&lt;br /&gt;Immer, wenn diese Abende, bevorstanden, hatte Lissy große&lt;br /&gt;Angst. Einmal las man zum Elternabend ihren Aufsatz vor, weil&lt;br /&gt;er der Lehrerin gut gefallen hatte. Ein anderes Mal mußte Rosa&lt;br /&gt;in die Schule, weil Lissy ihre Lehrerin mit einem Opernglas&lt;br /&gt;beobachtete. Als Rosa nach Hause kam, lachte sie erst mal.&lt;br /&gt;„Lissy das machst du aber nicht noch mal. „Glück gehabt&lt;br /&gt;dachte sich Lissy. Das hätte im Heim enden können. Diese&lt;br /&gt;Angst war eigentlich unbegründet, denn Lissy hatte nie etwas&lt;br /&gt;Schlimmes angestellt. Rosa hatte Regeln für das zusammen&lt;br /&gt;Leben aufgestellt. Und die lauteten, nicht Lügen, nicht stehlen&lt;br /&gt;und schon gar nicht frech sein. Rosas Motto war alt und grau&lt;br /&gt;kannst du werden, nur nicht dumm und dämlich. An einem&lt;br /&gt;Wochenende fuhren Rosa und Lissy zu einem Jugendwerkhof.&lt;br /&gt;Rosa besuchte dort ein schwererziehbares Kind. Als sie da&lt;br /&gt;ankamen, sagte Rosa zu Lissy: „Sie dich hier gut um, wenn du&lt;br /&gt;irgendwas anstellst, dann landest du hier.“ Dort herrschten&lt;br /&gt;schlimme Zustände. Lissy sah einen Jungen mit völlig Blau&lt;br /&gt;geschlagenem Gesicht im Bett liegen. Anderen aus seiner&lt;br /&gt;Gruppe mußten zur Strafe Kohlen schippen. Diese Dinge&lt;br /&gt;nannte man Gruppenerziehung. Wenn einer in der Gruppe was&lt;br /&gt;ausgefressen hatte, mußten alle dran glauben und da nach&lt;br /&gt;wurde der Übeltäter grün und blau geschlagen damit er lernte&lt;br /&gt;sich zu benehmen. Lissy dachte sich, bloß nicht hier landen.&lt;br /&gt;Sie hatte genug gesehen und war froh wieder zu Hause zu&lt;br /&gt;sein. Lissy hielt sich mit wenigen Ausnahmen da rann, denn&lt;br /&gt;sonst ging es wieder ab ins Heim, und das wollte sie auf keinen&lt;br /&gt;Fall. Denn ein Wort hätte genügt von ihrer Mutter und sie wäre&lt;br /&gt;da gelandet, was sie zu sehen bekommen hatte. Ihre Mutter&lt;br /&gt;arbeitete ehrenamtlich im Jugendamt mit. Trotz aller Regeln&lt;br /&gt;hatte Lissy viel Spaß, aber auch Angst. Nur die Angst war nicht&lt;br /&gt;zu ertragen. An Dummheiten war nie zu denken. Denn die&lt;br /&gt;Drohung ins Heim zu müssen schwebte immer und überall wo&lt;br /&gt;sie war im Raum. Lissy stand dauernd unter Druck alles richtig&lt;br /&gt;zu machen, denn sonst drohte das Heim. Rosa fuhr oft mit&lt;br /&gt;Lissy in den Urlaub. Dort lernte Lissy ein Mädchen kennen, daß&lt;br /&gt;später ihre einzige Freundin wurde. Diese Freundschaft hielt&lt;br /&gt;über Jahre. Rosa war immer gegen diese Freundschaft. Warum&lt;br /&gt;das so war, erfuhr sie nie. Erst langjährige Brieffreundschaft&lt;br /&gt;und später besuchten sie sich oft. Lissy durfte Jeff regelmäßig&lt;br /&gt;besuchen. Die Schulferien waren immer die Besten, denn da&lt;br /&gt;waren die beiden Kinder wieder vereint. Und immer dann waren&lt;br /&gt;die Betten trocken geblieben. Rosa lächelte. Lissy machte&lt;br /&gt;lange nachts ins Bett, aber Rosa verlor nie ein böses Wort über&lt;br /&gt;die nassen Betten. Das endete erst kurz, bevor Lissy in die&lt;br /&gt;Lehre kam. Und immer die Angst ins Heim zu müssen, wenn&lt;br /&gt;was nicht richtig lief. Ein paarmal durfte Jeff aus dem Heim und&lt;br /&gt;Lissy besuchen. Oft wollten die Heimerzieher Jeff nicht aus&lt;br /&gt;dem Heim lassen, weil er stur und dauern ins Bett machte. Aber&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rosa gab nicht auf und sorgte mit endlosen Reden dafür, das die&lt;br /&gt;Besuche immer stattfinden konnten. Meistens gingen sie&lt;br /&gt;alle Hähnchen essen. Rosa brauchte nicht lange zu fragen, was&lt;br /&gt;man essen wollte. Jeff war oft bei Lissy zu Hause, und spielten&lt;br /&gt;mit Lissys Meerschweinchen, oder zeigten Jeff die Stadt. Beide&lt;br /&gt;spielten, wenn sie im Zimmer waren, sehr leise, man hörte sie&lt;br /&gt;kaum. Rosa kam öfters ins Zimmer und sah nach dem Rechten.&lt;br /&gt;Man wollte nicht einen Tag vermissen, denn viel Zeit hatte man&lt;br /&gt;nicht. Und die Angst war immer überall, auch beim Spielen. Die&lt;br /&gt;Abschiede waren immer sehr dramatisch. Es tat weh und das&lt;br /&gt;jedes Mal aufs neue. Bei Lissy stellte sich langsam, sehr&lt;br /&gt;langsam das Vertrauen zu Rosa ein, sie lernte Rosa als ihre&lt;br /&gt;Mutter besser kennen und lieben. In der Schule hatte sie&lt;br /&gt;immer Schwierigkeiten und fühlte sich nie recht wohl in ihrer&lt;br /&gt;Haut. Oft wurde Rosa als Hexe bezeichnet oder schlimmer als&lt;br /&gt;Krüppel bezeichnet. Hexe und Krüppel deshalb, weil Rosa eine&lt;br /&gt;Behinderung mit dem Rücken hatte, das war aber Lissy nicht&lt;br /&gt;bewußt, denn sie nahm sie so, wie sie war, und war froh eine&lt;br /&gt;gute Mutter zu haben. Ihr war das Aussehen egal, sie nahm&lt;br /&gt;das Äußere, der neuen Mutter nicht war. Sie hatte es nur&lt;br /&gt;bemerkt, weil die anderen Kinder sie ständig damit hänselten.&lt;br /&gt;So schaute sie sich ihre Mutter genauer an. Rosa hatte einen&lt;br /&gt;Buckel. Sie dachte sich, na und das ist kein Grund so&lt;br /&gt;abscheuliche Sachen über sie zu sagen. Immerhin kann jeder&lt;br /&gt;durch einen Unfall entstellt werden. Was soll das nur. Rosa&lt;br /&gt;hatte viel Geduld, ein großes Herz und viel Verständnis und&lt;br /&gt;strenge für Lissy. Sie wußte, was sie tat. Rosa zog vor ihr&lt;br /&gt;mehrere Waisenkinder auf. Eine bewundernswerte Frau, die mit&lt;br /&gt;viel Kraft anderen Menschen half, ohne jemals an sich zu&lt;br /&gt;denken. Lissy beschlich immer ein ungutes Gefühl. Sie fühlte&lt;br /&gt;sich immer auf verlorenen Posten. So richtig glücklich war Lissy&lt;br /&gt;nicht, obwohl sie alles hatte. Und doch war da was, was sie&lt;br /&gt;nicht in Worte fassen konnte. Lissy dachte, vielleicht liegt es an&lt;br /&gt;ihr Selbst aber eine Lösung hatte sie nie gefunden. Freunde&lt;br /&gt;hatte sie weder in der Schule noch in dem Wohngebiet, wo sie&lt;br /&gt;wohnte. Sie war sehr scheu und suchte auch nicht den Kontakt&lt;br /&gt;zu den anderen. Die Angst war zu groß, denn Ablehnung und&lt;br /&gt;ausgenutzt zu werden, das kannte sie zu Genüge. Und die&lt;br /&gt;Gefahr in irgendwelche Dummheiten verwickelt zu werden war&lt;br /&gt;zu groß, den das hieß Heim. Lissy lebte nach dem Motto, nur&lt;br /&gt;Einsamkeit ist das beste Mittel gegen schlechte Gesellschaft.&lt;br /&gt;Die, die sich Freunde nannten kamen nur zu Lissy, wenn sie&lt;br /&gt;Schulbrot, Geld, Schokolade oder sonst irgendwas bei sich&lt;br /&gt;hatte, das den anderen zu sagte. Dann waren alle gut zu Lissy,&lt;br /&gt;aber wehe sie hatte nichts dann wurde sie geprügelt. Rosa&lt;br /&gt;wußte um die Schwierigkeiten und sagte zu Lissy, sie soll sich&lt;br /&gt;nichts daraus machen. Ware Freunde erkennt man, wenn sie&lt;br /&gt;auch in der Not zu einem halten. Und sie sollte noch recht mit&lt;br /&gt;dem Spruch haben. Alles, was Rosa einmal zu Lissy sagte,&lt;br /&gt;wurde auf die eine oder andere Art war. Rosa wußte von den&lt;br /&gt;Schwierigkeiten, da sie, sie selbst mit eigenen Ohren gehört&lt;br /&gt;hatte. Oft war sie in der Schule und mußte mit den Lehrern&lt;br /&gt;sprechen, das man Lissy endlich in ruhe lies. Aber das löste&lt;br /&gt;mehr Ärger aus, und alles wurde schlimmer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5525506171123037811-6278435044265289125?l=vrenischenk.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vrenischenk.blogspot.com/feeds/6278435044265289125/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/04/unzahlige-tranen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/6278435044265289125'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/6278435044265289125'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/04/unzahlige-tranen.html' title='Unzählige Tränen'/><author><name>Vreni Schenk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08255062537565721569</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5525506171123037811.post-3200103981301340529</id><published>2009-04-26T21:47:00.000+02:00</published><updated>2009-04-26T21:48:35.163+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rezension'/><title type='text'>Rezension</title><content type='html'>Anrührend erzählt die Autorin den schweren Lebensweg der Protagonistin, die zahlreiche seelische Verwundungen hinnehmen musste. Ohnmächtig treibt sie hin- und hergerissen auf der Suche nach den wahren Gefühlen, Glück und Anerkennung. Einfühlsam und sensibel, dabei durchweg fesselnd, erzählt sie die tragischen Ereignisse.Es wird deutlich, dass ein Kind in seiner eigenen Welt lebt und den Erwachsenen schutzlos ausgeliefert ist. Wenn die Verhältnisse durch Ereignisse wie Entbehrungen, Schuldgefühle und Unterdrückung geprägt sind, kann kein Kind in Geborgenheit aufwachsen. Es wird gleichsam zu einem kleinen Erwachsenen und muss sein Nichtkindsein auf andere Weise schmerzvoll verkraften. Erst nach einer tiefen Krise gelingt es ihr, in sich hineinzuhorchen, Gefühle zuzulassen, Glück zu empfinden und die Vergangenheit allmählich zu bewältigen.Dieses Buch ist sehr zu empfehlen. Man sollte nicht nur die Zeilen lesen, sondern auch zwischen den Zeilen. Oft findet man sich selbst wieder. Es regt zum Nachdenken an und es bleibt zu hoffen, dass es die Gesellschaft mit ihren Vorurteilen aufrüttelt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5525506171123037811-3200103981301340529?l=vrenischenk.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://vrenischenk.blogspot.com/feeds/3200103981301340529/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/04/rezension.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/3200103981301340529'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5525506171123037811/posts/default/3200103981301340529'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://vrenischenk.blogspot.com/2009/04/rezension.html' title='Rezension'/><author><name>Vreni Schenk</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08255062537565721569</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
